Werden Menschen ohne Hund jemals die Wege von Menschen mit Hund verstehen können?
Vermutlich nicht.
Auf die gewählten Routen würde ja auch niemand kommen. Die Auswahlkriterien sind zu speziell. Muss mit Spaziergängern, Radfahrern, Autos gerechnet werden? Mit anderen Leuten mit Hunden? Schwierigen Leuten mit schwierigen Hunden? Gibt es ein Haus mit freilaufendem Hund? Vieh auf angrenzenden Weiden? Hat ein Landwirt Dung verloren? Haben Menschen nachts ihr Geschäft in den Büschen verrichtet? Liegen übelriechende Tümpel oder Gräben in der Nähe? Scherben auf dem Weg? Müssen Villen mit perfekt gepflegten Rasenstreifen passiert werden?
Andere Fragen sind eher sekundär, etwa die nach schlechter Wegstrecke, Schlamm und Pfützen. Hierfür gibt es passendes Schuhwerk und alte Handtücher.
Für Außenstehende muss der Hundespaziergang einem wenig nachvollziehbaren Hindernislauf gleichen. Nur Menschen, die man schon lange kennt, sollte man daher mitnehmen. Mit allen anderen verabredet man sich am besten am Zielort. Oder am Abend.